Hast Du auch so einen kleinen Terroristen zu Hause, der denkt alles dreht sich um ihn und er legt die Regeln fest?
Hunde sind eigennützig. Es soll nach ihrem Kopf gehen und das am besten sofort. Das Dein Hund also seinen Bedürfnissen am liebsten direkt nachgeht ist eigentlich ganz natürlich. Dennoch können wir diesen Eigennutz in vernünftige Bahnen lenken. Du kannst Deinem Hund beibringen seine eigenen Bedürfnisse für den Moment zurückzustellen.
Impulskontrolle ist das Zauberwort
Nicht nur der Alltag wird entspannter, das Leben für Deinen Hund wird auch deutlich sicherer wenn er nicht bei der erstbesten Gelegenheit wie ein wildgewordener Flummi rumkaspert.
Drei einfache Übungen mit denen Du die Impulskontrolle mit Deinem Hund üben kannst.
Nimm den gefüllten Futternapf, zeig Deinem Hund den vollen Napf und stelle ihn auf den Boden. Wenn Dein Hund sich sofort draufstürzen will nimmst Du den Futternapf kommentarlos wieder hoch. Das wiederholst Du so lange bis Dein Hund etwas ruhiger wird. Im Idealfall geht er einen Schritt zurück und schaut Dich fragend an. Genau jetzt ist der Moment wo Du den Napf wieder hinstellst und ihm erlaubst zu fressen.
Ich baue diese Übung immer zu den Fütterungszeiten ein, so muss ich die Futtermenge von der Übung nicht von der üblichen Futtermenge abziehen.
Eine andere Übung wie Du mit Deinem Hund üben kannst das er sich ruhig verhalten soll bis Du das Kommando gibst ist der Aufbruch zur Gassirunde. Die Szenerie ist bei vielen Hundebesitzern dieselbe, das Rascheln der Leine/Halsband und die Tatsache das man sich anzieht ist für die meisten Hunde das Signal „es geht los“! Es wird gedrängelt, gebellt und kaum ist die Tür einen Spalt weit offen, wird versucht sich als erster durchzuquetschen.
Auch in dieser Situation kannst Du wieder die Impulskontrolle üben. Wie bei der Übung mit dem Futternapf geht es darum, daß Dein Hund von alleine erkennt mit welchem Verhalten er erfolgreich ist.
Du öffnest die Tür einen Spalt und sobald Dein Hund versucht sich als erster durch zu drängeln schließt Du die Tür ohne Deinen Hund anzusprechen. Das machst Du sooft bis Du erkennst das Dein Hund ruhig wird und versucht eine Lösung für sein Problem zu finden. Vermutlich wird er Dich, wie bei der Übung mit dem Futternapf, fragend anschauen. Sobald Dein Hund an diesem Punkt angekommen ist kann die Gassirunde losgehen indem Du ihm erlaubst durch die Tür durchzugehen.
Eine weitere Übung zur Impulskontrolle ist sein Spielzeug. Wenn Dein Hund mit Spielzeug nichts anfangen kann nimm einfach ein Leckerli als Reiz. Du kannst die Übung sowohl in der Wohnung als auch draußen, z.B im Garten durchführen. Für die Übung nimm Deinen Hund am besten an die Leine, so stellst Du sicher daß Du Ihn kontrollieren kannst. Jetzt wirfst Du sein Spielzeug bzw. das Leckerli von Dir weg auf den Boden, idealerweise ausserhalb der Reichweite der Leine 😉
Jetzt ist Standhaftigkeit von Dir gefragt denn Dein Hund wird alles versuchen (winseln, bellen, an der Leine ziehen) um an sein Spielzeug/Leckerli zu kommen.
Du bleibst stehen und bewegst Dich nicht !
Warte, wie in den anderen beiden Übungen, darauf, daß Dein Hund seine Erregung ablegt und ein ruhiges Verhalten zeigt. Sobald er ruhig ist lobst Du ihn (nur mit der Stimme) und gibst ihm soviel Leine das er sich sein Spielzeug/Leckerli holen kann.
Die Übungen sind ideal in den normalen Tagesablauf mit Deinem Hund zu integrieren und bedeuten keinen besonderen zeitlichen Aufwand. Aber Du wirst merken wie Dein Hund immer besser wird sich für einen (wichtigen) Moment zu gedulden.
Beitragsbild von Clker-Free-Vector-Images from Pixabay
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