Mücken und Zecken übertragen, hauptsächlich in Südeuropa, böse Krankheiten. Bedingt durch den Klimawandel verschiebt sich die Infektionsgrenze mittlerweile aber immer weiter in den Norden. Übertragen werden die Erreger in Deutschland hauptsächlich durch die Auwaldzecke, in Südeuropa durch die Braune Hundezecke.
Wenn Du Deinen Hund aus dem Auslandstierschutz hast ist es wichtig das Symptome schnell erkannt und behandelt werden. Bei einer frühzeitigen Behandlung durch einen Tierarzt stehen die Chancen gut das Dein Hund die Krankheit ohne Folgeschäden übersteht.
Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es und welche Symptome treten bei welcher Krankheit auf?
5. Leishmaniose
Leishmaniose ist eine parasitäre Erkrankung, die durch den Biss von Sandmücken auf Hunde und andere Tiere übertragen wird. Der Erreger ist ein einzelliger Parasit namens Leishmania, der sich im Körper des Hundes vermehrt und das Immunsystem schwächt. Die Krankheit tritt in etwa 98 Ländern auf, hauptsächlich in Süd- und Zentralamerika, im Mittelmeerraum, im Nahen Osten, in Asien und in Teilen Afrikas.
Die Sandmücke (auch als Sandfliege bezeichnet) ist in Europa vor allem in südlichen Ländern verbreitet, insbesondere im Mittelmeerraum. Es gibt Berichte über das Vorkommen von Sandmücken in einigen Regionen nördlich der Alpen, aber diese sind eher selten und es gibt (noch) keine großen Populationen. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass sich die Verbreitung der Sandmücke in Zukunft aufgrund des Klimawandels ändert und sie auch in nördlicheren Regionen heimisch wird. In Deutschland beispielsweise wurden in den letzten Jahren vermehrt einzelne Exemplare der Sandmücke gesichtet, vor allem in der Rheinebene und in einigen Gebieten Bayerns. Es handelt sich dabei aber um Einwanderer aus wärmeren Regionen, die (noch) nicht in der Lage sind, sich dauerhaft zu etablieren.
Die Verbreitung von Leishmaniose hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Vorhandenseins von geeigneten Wirten und der Anwesenheit der übertragenden Sandmücken.
Die Übertragung erfolgt durch den Biss infizierter Sandmücken, die in tropischen und subtropischen Gebieten vorkommen. Die Sandmücken nehmen die Leishmanien bei ihrem Blutmahl auf und können sie dann beim nächsten Biss auf einen anderen Hund übertragen. Eine Übertragung von Hund zu Hund oder von Hund auf Mensch ist in der Regel nicht möglich.
Theoretisch ist es möglich, dass eine Übertragung von Leishmaniose bei einer Beißerei zwischen infizierten und nicht infizierten Hunden stattfinden kann, wenn dabei infiziertes Blut oder Gewebe übertragen wird. Dennoch ist die Übertragung von Leishmaniose durch direkten Kontakt zwischen Hunden im Vergleich zur Übertragung durch Sandmücken relativ selten. Das liegt daran, dass die Konzentration von Leishmanien im Blut oder Gewebe von infizierten Hunden in der Regel niedriger ist als in den Sandmücken, die den Parasiten aufnehmen und verbreiten.
Die Krankheit kann sich auf verschiedene Weise äußern, je nachdem, welche Organe betroffen sind. Typische Symptome sind Hautveränderungen wie Schuppenbildung und Haarausfall, Gewichtsverlust, Fieber, geschwollene Lymphknoten und Nierenprobleme. Die Behandlung der Leishmaniose ist schwierig und langwierig und besteht in der Regel aus einer Kombination von Medikamenten und unterstützenden Maßnahmen. Eine vorbeugende Impfung ist derzeit noch nicht verfügbar.
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