Mücken und Zecken übertragen, hauptsächlich in Südeuropa, böse Krankheiten. Bedingt durch den Klimawandel verschiebt sich die Infektionsgrenze mittlerweile aber immer weiter in den Norden. Übertragen werden die Erreger in Deutschland hauptsächlich durch die Auwaldzecke, in Südeuropa durch die Braune Hundezecke.
Wenn Du Deinen Hund aus dem Auslandstierschutz hast ist es wichtig das Symptome schnell erkannt und behandelt werden. Bei einer frühzeitigen Behandlung durch einen Tierarzt stehen die Chancen gut das Dein Hund die Krankheit ohne Folgeschäden übersteht.
Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es und welche Symptome treten bei welcher Krankheit auf?
– 1. Babesiose
Babesiose ist eine Infektionskrankheit, die durch Babesien verursacht wird – mikroskopisch kleine Parasiten, die in den roten Blutkörperchen des Hundes leben und sich von deren Hämoglobin ernähren. Die Krankheit wird durch den Biss von infizierten Zecken übertragen, die die Babesien in den Hundekörper injizieren.
Man spricht bei Babesiose auch manchmal von Hundemalaria, weil die Erkrankung gewisse Ähnlichkeiten mit der menschlichen Malaria hat. Bei beiden Erkrankungen handelt es sich um Infektionen, die durch einzellige Parasiten verursacht werden und die roten Blutkörperchen des Wirts infizieren. Die Babesien, die die Babesiose verursachen, gehören zur Familie der Apicomplexa, zu der auch die Erreger der Malaria gehören.
Das Zeitfenster zwischen der Infektion und dem Ausbruch von Babesiose beim Hund kann je nach Babesienart und individuellem Immunsystem des Hundes variieren. Die Inkubationszeit bei der Babesiose kann von wenigen Tagen bis zu drei Wochen dauern. Wenn ein Hund von einer infizierten Zecke gebissen wird, dauert es normalerweise ein paar Tage, bis die Babesien in ausreichender Menge in den Blutkreislauf gelangen, um Symptome zu verursachen.
Sobald die Babesien in den Hundekörper gelangen, beginnen sie sich innerhalb der roten Blutkörperchen zu vermehren und diese zu zerstören. Dies führt zu einer Abnahme der Anzahl der roten Blutkörperchen, die für den Sauerstofftransport im Körper unerlässlich sind. Eine niedrige Anzahl an roten Blutkörperchen führt zu einer Anämie, was bedeutet, dass der Körper nicht genug Sauerstoff transportieren kann, um die Organe und Gewebe zu versorgen.
Die Symptome der Babesiose können je nach Schweregrad der Erkrankung variieren, können jedoch Anzeichen von Anämie, wie Schwäche, Müdigkeit, Verlust des Appetits und Gewichtsverlust beinhalten. Andere Symptome können Fieber, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Zittern und Krämpfe sein.
Die Behandlung der Babesiose beinhaltet normalerweise die Verwendung von Antibiotika und anderen Medikamenten, um die Babesien im Körper des Hundes zu bekämpfen. Unter Umständen wird aber sogar eine Bluttransfusion nötig sein. Eine Infektion kann schwerwiegend sein und in einigen Fällen zu Komplikationen und sogar zum Tod führen kann.
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