Mücken und Zecken übertragen, hauptsächlich in Südeuropa, böse Krankheiten. Bedingt durch den Klimawandel verschiebt sich die Infektionsgrenze mittlerweile aber immer weiter in den Norden. Übertragen werden die Erreger in Deutschland hauptsächlich durch die Auwaldzecke, in Südeuropa durch die Braune Hundezecke.
Wenn Du Deinen Hund aus dem Auslandstierschutz hast ist es wichtig das Symptome schnell erkannt und behandelt werden. Bei einer frühzeitigen Behandlung durch einen Tierarzt stehen die Chancen gut das Dein Hund die Krankheit ohne Folgeschäden übersteht.
Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es und welche Symptome treten bei welcher Krankheit auf?
– 2. Borreliose
Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die durch Bakterien der Gattung Borrelia verursacht wird und von Zecken auf Mensch und Tier übertragen werden kann. Auch Hunde können von Borreliose betroffen sein.
Die Übertragung von Borreliose erfolgt in der Regel durch den Biss einer infizierten Zecke, die sich im Fell des Hundes festgesetzt hat. Die Bakterien gelangen dann in den Körper des Hundes und können sich dort vermehren. Nicht jeder Zeckenbiss führt jedoch zu einer Infektion, und nicht alle infizierten Hunde zeigen Symptome.
Die Symptome von Borreliose bei Hunden können sehr unterschiedlich sein und reichen von leicht bis schwer. Einige häufige Anzeichen sind Fieber, Lahmheit, Appetitlosigkeit, Lethargie und Schmerzen in den Gelenken oder Muskeln. In schweren Fällen kann Borreliose auch zu Organversagen führen. In Deutschland sind rund ein Drittel der Zecken mit Borrelien infiziert, und die Anzahl der gemeldeten Fälle von Borreliose bei Hunden steigt seit Jahren an. Auch in anderen Ländern, insbesondere in Europa und Nordamerika, ist die Krankheit verbreitet.
Die Diagnose von Borreliose bei Hunden erfolgt durch eine Blutuntersuchung, bei der spezifische Antikörper gegen die Bakterien nachgewiesen werden. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können helfen, schwerwiegende Folgen der Krankheit zu vermeiden. Eine ärztliche Behandlung von Borreliose bei Hunden erfolgt in der Regel durch die Gabe von Antibiotika über mehrere Wochen. Schwerwiegende Fälle erfordern möglicherweise auch eine unterstützende Therapie, um Schmerzen zu lindern und das Immunsystem zu stärken.
Es gibt einige Maßnahmen, die Du als Hundebesitzer ergreifen kannst, um das Risiko einer Borreliose-Infektion zu reduzieren. Dazu gehört unter anderem die Verwendung von chemischen und natürlichen Zeckenschutzmitteln; chemische Schutzmittel sind z.B. Spot-on-Präparate die zur Vorbeugung und Behandlung von parasitären Infektionen bei Hunden verwendet werden. Sie werden normalerweise in Form von Pipetten geliefert, die direkt auf die Haut des Hundes aufgetragen werden, normalerweise zwischen den Schulterblättern oder am Nacken.
Ich persönlich bin kein Freund von diesen Präparaten denn sie sind in der Regel eine Kombination aus verschiedenen Arten von Wirkstoffen, einschließlich Insektiziden, Akariziden (Mittel gegen Milben) und manchmal auch Inhibitoren (Hemmstoffe) von Parasitenentwicklungsstadien. Diese Wirkstoffe wirken durch Absorption durch die Haut des Hundes und gelangen so in den Blutkreislauf und das Gewebe, wo sie Zecken, Flöhe, Milben und andere parasitäre Organismen abtöten oder deren Entwicklung hemmen. Akarizide und Inhibitoren finden auch in der Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft Anwendung; einen (möglichen) Parasitenbefall vorbeugend abzuwehren indem ich bei meinem Hund Giftstoffe in den Organismus einbringe halte ich persönlich für bedenklich.
Denn es gibt auch natürliche Mittel die vor einem Zeckenbefall sehr guten Schutz bieten. Ich reibe meine Hunde beispielsweise regelmässig mit Kokosfett ein, das verleiht dem Fell einen zusätzlichen Glanz und es kann von den Hunden bedenkenlos beim ablecken aufgenommen werden. Die Wirkungsweise von Kokosfett auf Zecken ist noch nicht vollständig wissenschaftlich geklärt. Es kann der Geruch oder auch bestimmte Fettsäuren wie z.B Laurin in Frage kommen, möglicherweise ist es aber auch die Textur von Kokosfett die von Zecken als unangenehm wahrgenommen wird.
Ein weiteres Hausmittel ist Schwarzkümmelöl. Einmal am Tag gebe ich einige Tropfen bis max. 1/2 Teelöffel Schwarzkümmelöl ins Futter. Bei Einahme von Schwarzkümmelöl gelangen die Inhaltstoffe durch den Verdauungstrakt in den Blutkreislauf, so hat z.B. der Hauptwirkstoff Thymoquinon antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften.
Eine weitere Schutzmaßnahme ist die Impfung gegen Borreliose. Sie wird in der Regel als Teil des jährlichen Impfprogramms durchgeführt. Die Impfung basiert auf der Verabreichung von abgeschwächten oder inaktiven Borrelien-Antigenen, die das Immunsystem des Hundes stimulieren, um Antikörper zu produzieren, die eine Infektion verhindern können. Die Impfung gegen Borreliose bei Hunden ist in der Regel sicher und effektiv. Die meisten Hunde vertragen die Impfung gut, und sie bietet einen hohen Schutz vor einer Infektion mit Borrelien. Allerdings schützt die Impfung nicht vor anderen von Zecken übertragenen Krankheiten wie zum Beispiel Babesiose, Anaplasmose oder Ehrlichiose. Deshalb solltest Du weiterhin Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Deinen Hund vor Zeckenbissen zu schützen.
Die einfachste und günstigste Schutzmaßnahme ist aber nach wie vor der Zeckencheck nach der Gassirunde. Oft erwischt man die Plagegeister bei einer Sichtkontrolle während sie noch nach einer geeigneten Bissstelle suchen. Ein Tipp um die Plagegeister sicher zu entfernen sind die Fusselrollen mit Klebefolie
Image by Julio Hernández from Pixabay
Verpasse keinen Blogbeitrag mehr und lass Dich per mail über neue Beiträge informieren

