Mittelmeerkrankheiten 3/5

Mücken und Zecken übertragen, hauptsächlich in Südeuropa, böse Krankheiten. Bedingt durch den Klimawandel verschiebt sich die Infektionsgrenze mittlerweile aber immer weiter in den Norden. Übertragen werden die Erreger in Deutschland hauptsächlich durch die Auwaldzecke, in Südeuropa durch die Braune Hundezecke.
Wenn Du Deinen Hund aus dem Auslandstierschutz hast ist es wichtig das Symptome schnell erkannt und behandelt werden. Bei einer frühzeitigen Behandlung durch einen Tierarzt stehen die Chancen gut das Dein Hund die Krankheit ohne Folgeschäden übersteht.

Welche Mittelmeerkrankheiten gibt es und welche Symptome treten bei welcher Krankheit auf?

– 3. Ehrlichiose

Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die durch Zecken auf Hunde übertragen wird. Die Krankheit wird durch Bakterien der Gattung Ehrlichia canis verursacht und kann schwerwiegende Symptome verursachen, wenn sie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt wird. Die Inkubationszeit für Ehrlichiose beträgt in der Regel etwa 8-20 Tage nach dem Biss einer infizierten Zecke. Während dieser Zeit kann das Bakterium in den Körper des Hundes eindringen und beginnen, sich zu vermehren, bevor der Hund Symptome zeigt.

Die Krankheit verläuft in der Regel in zwei Phasen:
1. Die akute Phase: In der akuten Phase, die in der Regel ein bis drei Wochen nach der Infektion auftritt, können unspezifische Symptome wie Fieber, Lethargie, Anorexie (Appetitlosigkeit), Gewichtsverlust, Gelenkschmerzen und Nasenausfluss auftreten. Diese Symptome können sich allmählich verschlimmern und häufig übersehen oder mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. In einigen Fällen kann es zu einer schweren Infektion mit hohem Fieber, Anämie (Blutarmut), Leber- und Nierenfunktionsstörungen sowie Blutungsneigung kommen. Diese Symptome können mehrere Wochen bis Monate anhalten und können leicht mit anderen Erkrankungen verwechselt werden.

2. Die chronische Phase: Wenn die akute Phase nicht behandelt wird oder nicht adäquat behandelt wird, kann die Krankheit in die chronische Phase übergehen. In dieser Phase können sich die Symptome verschlimmern und es können schwerwiegende Komplikationen wie Blutungen, schwere Anämie, neurologische Probleme und Organversagen auftreten. Chronische Ehrlichiose kann schwer zu behandeln sein und erfordert oft eine langfristige medizinische Betreuung.

Das Immunsystem des Hundes ist in der Lage, die erste Phase der Ehrlichiose ohne Behandlung zu bekämpfen. Dies hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Stärke des Immunsystems des Hundes, der Menge an Bakterien, die in den Körper des Hundes gelangt sind, und der Art der Ehrlichia-Infektion. In einigen Fällen kann das Immunsystem des Hundes die Infektion erfolgreich bekämpfen, bevor klinische Symptome auftreten. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Hund vollständig geheilt ist, da die Ehrlichia-Bakterien latent im Körper des Hundes verbleiben und zu einem späteren Zeitpunkt erneut aktiv werden können.

In diesem Fall spricht man von der sogenannten subklinischen Phase. Der Hund hat keine bis kaum sichtbare Symptome und hat augenscheinlich die Infektion überstanden. Diese Phase kann mehrere Monate bis Jahre andauern bevor die Symptome erneut und dann stärker ausgeprägt, erneut auftreten. Es ist also von großer Bedeutung den Hund auf jeden Fall medizinisch betreuen zu lassen wenn Symptome augetreten sind.

Ehrlichia-Bakterien werden hauptsächlich durch den Biss von infizierten Zecken auf Tiere und Menschen übertragen. Es gibt keine Berichte über eine direkte Übertragung von Hund zu Hund oder von Hund zu Mensch ohne den Zwischenwirt, die infizierte Zecke. Die Übertragung der Bakterien erfolgt, wenn die Zecke das Blut des infizierten Tieres saugt und die Bakterien in den Körper des Wirts abgibt.

Bild von Sergei Tokmakov, auf Pixabay

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